Training und Bootsshow

Die letzten Vorbereitungen für die Ærø-Rund Regatta sind an diesem Wregattatrainingochenende gelaufen.

Zusammen mit Ole haben wir ein kleines Training am Samstag absolviert. Zunächst eine Einweisung ins Schiffund dann ging es raus, unter Groß und Fock. Die Pamfilius lief richtig schön, ein bisschen spielen an den Holepunkten, Traveller und zupfen hier und zupfen da.

Herrliches segeln, man merkt schon, dass ein optimales Trimmen durchaus ein bisschen mehr speed bringt. Einmal Laboe und zurück war unsere kleine Trainingsstrecke.

Wieder in Mönkeberg kam dann auch Wiebke wieder an Bord, und nach Einlaufkaffee haben wir noch schön gegrillt und den Abend mit der Luna und Mara Crew ausklingen lassen.

Sonntag ging es dann zur In-Water Boat Show in die Ancora-Marina in Neustadt. Nichts bestimmtes, einfach nur ein bisschen Bootskram und Schiffe gucken. Etwas Klönchnack und anschließend nach Hause. Ein unspektakuläres Wochenende.

So liest sich das Ende der Motorodysee

So nüchtern liest sich die ganze Aufregung um den Motor auf einer Rechnung:

Motorinspektion nach Herstellervorgaben durchgeführt.
Motoröl und Ölfilter erneuert.
Kraftstoff Vor und Feinfilter erneuert.
Anlage entlüftet.
Impeller überprüft und erneuert.
Pumpe gereinigt.
Seeventil überprüft und Seewasserfilter gereinigt.
Getriebeöl erneuert.
Fundamentschrauben überprüft und nachgezogen.
Propellerwellen Flansch überprüft.
Motor Kühlkreislauf gespühlt und Frostgesichert.
Motor konserviert.
WC Frostgesichert.

Bis hierhin war es noch die „normale“ Winterinspektion

Ab hier dann der Beginn des Dramas:
Motor läuft nicht an. – Überprüft.
Glühstifte erneuert.
Kompression geprüft.
Beide Zylinder Verdichten nicht.
Motor vom Eigner demontiert.
Motor zur Überprüfung zerlegt.
Kolben und Ringe Zylinder 1 sind durch Wasserschlag beschädigt. Zylinderlaufbahnen weisen Korrosionsspuren auf.
Ventile und Ventilsitze im Zylinderkopf sind durch Korrosion beschädigt.
Pleuelstangen vermessen.
Motorlager vermessen.
Kolben Zylinder 1 mit Ringen und Bolzen erneuert.
Kolbenringsatz Zylinder 2 erneuert.
Zylinderlaufbahnen Gehohnt.
Dichtfläche Zylinderkopf geplant.
Ventile und Sitze Bearbeitet.
Ventilschaftdichtungen erneuert.
Motor mit neuem Dichtverband wieder montiert.
Einspritzdüsen Einsätze durch Korrosion beschädigt erneuert.
Düsen abgedrückt und eingestellt.
Anlage gereinigt.
Wärmetauscher überprüft und gereinigt.
Probelauf durchgeführt.
Ausgebauten Kraftstoff Tank gereinigt.
Entlüftungsventil Seewasserkreis montiert.
Motorlager ist beschädigt erneuert.
Motor in Mönkeberg im Boot montiert.
Probefahrt durchgeführt.

Die Sache mit dem Wind

Manchmal bin ich ja etwas hinterher…Jahrelang bin ich mit der Beaufortskala immer ganz gut zurechtgekommen. Bis etwa 5 Bft hat es Spass gemacht, ab 6 wurde es ungemütlich und alles darüber habe ich immer versucht zu vermeiden, leider nicht immer geklappt.

Dann kam der Trend auf, dass es zu ungenau wäre. Was ja auch prinzipiell stimmt. Alle um mich herum sprachen nur noch von Meter pro Sekunde. Lange habe ich mich dagegen gewehrt. Ich konnte mir das auch alles nicht merken, und habe immer eine Umrechnungsskala im Schiff gehabt, um zu sehen, ob nun 15 m/s noch toll sind, oder ob das doch schon viel ist. Reffen oder nicht usw.

Vor einiger Zeit habe ich mich dann doch umgewöhnt. Windanzeige an Bord zeigt seit einigen Jahren m/s an, und ich komme damit wieder ganz gut zurecht. 10 m/s ist super und macht Spass darüber wird es sportlich 13 m/s und mehr ist schon wieder zu vermeiden. Klappt aber auch nicht immer, ist eigentlich wie bei 7 Bft.

Neuerdings ist aber jetzt wohl Knoten angesagt. Klingt ja auch Seemännischer. Muss ich jetzt wieder umlernen? Das letzte Jahr konnte ich mich noch an meine fast schon traditionellen m/s festkrallen. Aber irgendwie bin ich gefühlt der Einzige, der noch in m/s redet. Meine Wetterapp von Wetterwelt zeigt auch nur noch Kts. an. Es düngt mir, dass ich nun wieder flexibel werden muss, und mich an Kts. gewöhnen muss. Allerdings werden bei der Wetterapp auch Bft. angezeigt, also back to the roots? Es könnte alles so einfach sein. Was mach ich bloß?

Bin ganz verwirrt

Wochenende. Wetter ist ziemlich gut segelbar. Samstag quasi trocken und moderate Winde. Sonntag soll etwas mehr sein, dafür warm. Abends Gewitter Ansonsten sieht es nach einer sportlichen Kreuz nach Hause aus. Alles Super.

Also Samstag an Bord, noch ein paar Kleinigkeiten an Bord bringen, und erstmal frühstücken. Ich trinke meinen Kaffee und schaue übers die Pamfilius. Merkwürdig. Es ist alles segelfertig. Keine Großbaustellen. Ich sitze unruhig auf der Cockpitducht.  Wiebke besorgt noch ein paar Grundnahrungsmittel beim örtlichen Kaufmann.

Kann es wirklich sein? Nur die Segelpersenninge runter nehmen und auslaufen? Ich habe kein Werkzeug im Schiff verteilt. Wir haben keinen Termin mit einem Bootsbauer oder Motormonteur.  Wiebke kommt vom Kaufmann und staut die letzten Lebensmittel.

Ich habe zwischenzeitlich die Segelpersenninge entfernt und die Vorschoten angeschlagen. Es geht los. Motor gestartet, und wir laufen aus.

Kurz nach der Hafenausfahrt setzten wir Groß und Fock. Wind bei 6 bis 8 m/s. Neben uns sehen wir die Di Lemmer nur unter Genua.

Es läuft! Die Pamfilius setzt sich in Bewegung, der Motor geht aus. Aber gewollt, da wir den Schlüssel umgedreht haben.

Nurn noch das Rauschen des Wassers. Ich bin ganz paralysiert. Es geht aus der Förde raus. Keine großes Ziel heute, einfach nur nach Damp. Hinter Bülk wird Wiebke müde und ich übernehme das Ruder. Der Wind hat zwischenzeitlich nachgelassen und Wiebke haut sich ein wenig hin.

Kurz danach nimmt der Wind wieder etwas zu und die Pamfilius fährt mit 5 – 6 Knoten, zwischenzeitlich auch mal 7 Knoten entspannt Richtung Damp. Herrliches segeln! Auch gar nicht so kalt.

2 Meilen vor Damp wecke ich Wiebke, damit wir das Schiff zum einlaufen klar machen können. Doch noch etwas basteln vorher, aha doch was vergessen. Die Reffs sind noch nicht ins Groß eingezogen, diese hätte ich aber gerne für morgen Startklar. Ca. 0,5 Meilen vor Damp starten wir den Motor, nehmen die Fock weg und drehen in den Wind. Das Großfall etwas lösen und schnell die Reffleinen einziehen – fertig. Nun noch Groß weg und es geht in den Damper Yachthafen. Die SevenEleven ist auch bereits hier und auch Timo ist auf dem Weg nach Damp.

20160521_141625Im Innenhafen finden wir einen schönen Liegeplatz. Der erste richtige Segeltag geht zu Ende.  Als erstes zahlen wir Hafengeld und holen uns einen Crêpe.  Thorsten von der SevenEleven lädt uns netterweise auf ein Anlegerbierchen ein, was wir gerne annehmen.

Auch Timo ist mittlerweile da uns sitzt auch schon auf dern SevenEleven.  Nach einem zweiten Einlaufbierchen und einer Besichtigung der SevenEleven verspüren wir Hunger. Mit Timo gehen wir Pizza Essen. Als wir fertig sind, fängt es ziemlich heftig an zu regnen. Wir laden Thorsten und Timo auf die Pamfilius ein, und verbringen einen netten Abend an Bord, mit noch ein, zwei kleinen Drinks.

Nachdem sich Thorsten und Timo verabschiedet haben, gehen wir in die Kojen. Sonntag erstmal ausschlafen. Die Sonne scheint, und es weht ein laues Lüftchen. Also Brötchen holen, Duschen und Kaffee und Tee fertig machen. Nach dem Frühstück noch eine Spielrunde mit Frida am Hundestrand und anschließend auslaufen. Der Wind nimmt bereits etwas zu und kommt genau von vorne. Er dreht auch über den Tag immer schön mit, so dass wir eine sportliche Kreuz vor uns haben. Aber es ist warm. Der Wind nimmt immer mehr zu. Biszu 15 m/s zeigt der Windmesser an.

20160522_132945Aber es macht einfach Spaß! In der Förde treffen wir noch auf die Unse. Wir kreuzen ein wenig parallel Richtung Heimat. Bis kurz vor Mönkeberg kreuzen wir mit Groß und Fock. Dann Segel weg und Motor an. Anlegen in Mönkeberg. Ein sportlicher Segeltag geht vorüber. Alles richtig gemacht!

In Mönkeberg noch einen Anleger an Bord der James Caird und dann noch ein wenig zusammenräumen. Erstmals gehen wir dieses Jahr von Bord mit einer Tasche. Ich muss nicht eine halbe Werkstatt von Bord räumen. Tolles Gefühl!

Der Himmel zieht sich nun zu. Gewitter hängt in der Luft. Auf dem Weg nach Hause, kommt dann der erste Regen. Zu Hause ist es aber noch trocken und wir nehmen einen Ausklangsdrink auf der Terasse. Kurz danach bricht ein Gewitter über uns herein, so dass wir schnell nach drinnen gehen.

Ein Super Wochenende. Segelspass pur! Dafür hat sich der ganze Stress gelohnt. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt aber auch an diesem Wochenende. In Mönkleberg hatten wir ziemlich blöden Dieselgeruch aus dem Motorraum. Ich hatte zunächst angst, das irgendwo massig Diesel ausgelaufen sein muss. Die Bilge ist aber trocken. Also auf Ursachenforschung gehen.

Genau habe ich es noch nicht lokalisiert, ich vermute aber die Dieseltankentlüftung hat hier Probleme gemacht. Der Schlauch liegt noch lose in der hinteren Backskiste und hat sich losgerüttelt (ich hatte diesen nur provisorisch hochgebunden, da der Entlüftungsstutzen nicht lieferbar war. Bei der groben See ist der Diesel natürlich im Tank ordentlich ins schütteln geraten. Da soweit alles trocken ist, kann es eigentlich nur von dort gekommen sein. Ich werde nun diese Woche den Stutzen besorgen, der Einbau dauert ja nicht lange. Dann sollte auch dieses Problemchen gelöst sein.

Saisonstart 2016

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Warten auf den Motor

Pfingsten stand nun endlich im Zeichen vom Saisonstart!
Freitag hatte ich bereits frei. Heute sollte nun endlich unser komplett überholter Motor wieder ins Schiff. Nach der langen Odyssee haben wir es endlich geschafft! Um Punkt 9.00 Uhr rollte der Defender unseres Motormonteurs mit einem Anhänger am Hafen an. Auf dem Anhänger stand unser blauer Antrieb von Sole. FB_IMG_1463123061063Auch Ernie, unser Hafenmeister war vor Ort, um den Mastenkran zu bedienen. Die Pamfilius hatte ich bereits am Donnerstag Abend mit tatkräftiger Unterstützung von Jan, Timo und Mark unter den Mastenkran verholt.

Den Anhänger, samt Motor schoben wir dann auf den Steg und hingen den Motor in den Kran ein. Den defekten Schwingfuß konnten wir recht zügig austauschen und so schwebte der Solé langsam ins Schiff. Zunächst den Niedergang runter, dann mit einem Kettenzug und Querbalken über dem Niedergang konnten wir ihn langsam auf seinen Platz heben.

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Anschließend haben wir im Kühlwasserkreislauf ein Schnüffelventil eingebaut. Dieses war eigentlich der größte Akt, da zunächst Löcher für die Schläuche ins Schott gebohrt werden mussten. Aber auch das ließ sich relativ zügig lösen. Dann alles wieder anschließen, Dieselleitung, Stromversorgung, Gas- und Schaltungszüge, Wellenflansch wieder ans Getriebe, nicht ohne diesen vorher ordentlich zu entrosten, Kühlwasserleitungen usw.

Als das erledigt war, konnte ich endlich Diesel in den Tank füllen. Eine letzte Kontrolle sämtlicher Anschlüsse und ich bekam den Schlüssel in die Hand gedrückt. Starte mal!

Freudig glühte ich vor, soweit so gut, dann dieser Moment, Vorglühen beendet, ich drehte den Schlüssel auf START. Nix. Gar nix passierte. Ich versuchte meinen Frust runter zu schlucken. Auch unser Monteur probierte es noch mal, aber auch bei ihm nix.

Also nochmal alles prüfen. Leitungen ab, Messen. Am Starter kommt kein Strom an. Nach einigem hin und her, viel dann auf, dass die Sicherung im Starterpanel ziemlich verdreckt ist. Also gereinigt und neuer Versuch. Ratterratter… Splotz…das blaue Wunder erwacht zum leben. Kühlwasser läuft durch die neuen Schläuche. Erstmal ein wenig laufen lassen. Herrlich! Er läuft!

Unser Monteur fing an, sein Werkzeug zusammenzusammeln und brachte die ersten Sachen wieder von Bord. Eigentlich segel ich ja lieber, aber im Moment genoss ich das Knattern des Diesels.

Nachdem der Motor auf Betriebstemperatur gekommen war, ging es zur ersten Probefahrt. Einmal zur K4 und zu zurück. Ein wenig mit dem Gas spielen, etwas höhere Drehzahl, etwas weniger, die Pamfilius fuhr endlich wieder aus eigener Kraft.

Bei 2.000 Touren sind wir nun mit guten 5,5 Knoten unterwegs.

Zurück in die eigentliche Box noch ein letzer Check.  Es tritt Kühlwasser am Seeventil aus! Ist das Ventil defekt? Kann ich mir gar nicht vorstellen, dieses haben wir doch erst vor 5 Jahren gewechselt. Es stellt sich heraus, dass es der Schlauch ist, nicht das Ventil. Glück gehabt! Einen passenden Schlauch haben wir leider nicht im Fundus, den kann ich aber heute noch besorgen.

Mein Monteur verabschiedet sich, er ist fertig und gibt mir die letzten Hausaufgaben auf, die ich noch selber erledigen muss, neben dem neuen Kühlwasserschlauch, sollten noch die Kabel ordentlich verlegt werden, ein paar Schrauben muss ich noch gegen anständige VA-Schrauben tauschen usw. Kleinkram, den ich heute und in den nächsten Wochenenden nebenbei erledigen kann.

Nun geht es endlich los. Die Saison kann kommen!

Timo schreibt mich netterweise an,  ob ich noch etwas brauche. Ja, einen Kühlwasserschlauch. Schnell messe ich den Durchmesser und gebe ihm den Durchmesser und die Länge auf. In der Zwischenzeit mache ich den Motorraum ordentlich und räume etwas auf.  Als Timo auftaucht, hat er einen Schlauch in der Hand. Hmm.. der sieht aber dick aus….keine Ahnung was ich da gemessen habe, aber er ist viel zu dick. Trotzdem Danke an Timo, ich fahre nachher noch mal selber los.

Nachdem ich erstmal aufgeräumt habe, fahre ich zum Dönermann und hole mir erstmal einen schönen schmierigen Döner, danach will ich den neuen Schlauch besorgen und die letzten Sachen fürs Schiff einladen, die ich bei meinen Eltern zwischengelagert hatte.

Als ich gerade den letzten Bissen runtergeschluckt habe, sehe ich plötzlich sehr schwarze Wolken über mir. Verdammt! Es kommt regen, ich habe aber das Schiff komplett offen gelassen. Die Schotten hatte ich ausgebaut, damit diese beim Einbau nicht beschädigt werden.

So schnell es geht, fahre ich zurück nach Mönkeberg. Es regnet wie aus Kübeln, als ich am Hafen ankomme. Verdammt! Ich renne zum Boot. Das Schiebeluk ist zu und das untere Schott steckt drin, dadurch ist fas kein Wasser im Boot. Schnell schraube ich die Schotten an und mache das Boot zu. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, das Schiff zu gemacht zu haben…komisch, denke ich, aber ich werde wohl alt. Später erfahre ich, dass Timo der Retter war, er hatte das Boot zu gemacht, soweit er das konnte. VIELEN DANK!!!!!

Nachdem auch der Regen wieder durch war, machte ich mich nun endlich auf den Weg, einen richtigen Schlauch besorgen und die letzten Sachen abholen. Nun kommt auch Wiebke endlich von Hamburg nach Kiel, so dass wir uns an Bord einrichten können. Der Schlauch ist schnell montiert und passt jetzt auch. Es leckt auch nichts mehr. ENDLICH! FERTIG!

Die erste Nacht an Bord in diesem Jahr. Nun können wir uns endlich Gedanken über Ziele und Touren machen.

Samstag früh starten wir, es soll ordentlich Wind kommen. Generell sieht es auch eher verregnet aus. So richtig Sommerfeeling kommt da nicht auf. Wir wollen auch den Motor jetzt noch mal richtig testen. Also motoren wir nach Strande. In Schilksee sind die Pfingstbuschregatten, und so wird uns dort auch etwas Rahmenprogramm geboten. Eine freie Box ist schnell gefunden, alles läuft reibungslos. Wir genießen nun erstmal das Bordleben und spazieren nach Schilksee. Ein paar Pommes, ein Nackensteak und ein bisschen beim Yachtausrüster rumrünschen. Es fällt doch sehr viel Anspannung ab. Es war viel dieses Jahr, nicht nur der Motor, auch die ganzen anderen Arbeiten, das neue Deck, die neuen Fenster. Es waren große Projekte. So langsam kann ich mich aber darüber freuen.

Abends dann an Bord erstmal einen Rotwein, und ein wenig lesen.

Sonntag früh geht es dann auch nur unter Maschine nach Laboe. 1,5 Seemeilen, nicht viel, aber auch hier etwas Urlaubsfeeling. Einmal mit Frida zum Hundestrand und lecker Eis essen.

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der neue Teppich liegt auch

Im Hafen mache ich mich noch daran, den neuen Teppich zu verlegen, um es endlich wieder wohnlich zu bekommen. Dann Tee und Kaffee an Bord, abends kochen wir das erste mal an Bord. Wiebke zaubert ein leckeres Chili und der Abend kling bei Wein und Knabberkram aus.

Montag. Es pfeift wie blöd, es regnet immer wieder.  Wir bleiben erstmal hier. Ausgiebig Duchen und noch ein bisschen an Bord rumtüddeln. Ich programmiere unser Funkgerät.  Die MMSI-Nummern unserer Freunde müssen rein. Der Plotter bekommt sein Softwareupdate und die Navi wird sortiert. Abends entscheiden wir uns, die Nacht hier zu verbringen. Ich zahle Hafengeld für die zweite Nacht und wir gehen zu Harry, lecker Fisch essen.

Zurück an Bord stellen wir fest, das der Wind weg ist. Kein Regen. Herrlich. Wiebke meint, wir könnten doch jetzt schnell nach Mönkeberg zurück fahren, dann wären wir Dienstag wieder früh zu Hause und könnten noch unseren Garten fertig machen. Kurzentschlossen baue ich die Kuchenbude ab, starte den Motor und wir motoren nach Mönkeberg.

Ein unspektakuläres Wochenende geht zu Ende. Alles funktioniert und nach einer weiteren Nacht an Bord fahren wir am Dienstag zurück nach Hause. Die Saison kann jetzt wirklich kommen.

 

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Schöner Wohnen

Seit 2010 sind wir nun schon dabei, die Pamfilius zu pflegen, zu segeln und zu Refiten. Neben den „normalen“ Arbeiten, wie polieren, Unterwasserschiff streichen, Motor Wartungen usw. ist eine ganze Menge passiert.

Wenn man sich die Liste so anschaut, habe ich das Gefühl, mehr gebastelt als gesegelt zu haben, Aber jeden Sommer, wenn wir auf dem Wasser sind, ist es so eine große Entschädigung und die ganzen Winterarbeiten geraten dann immer bei mir in Vergessenheit. Im Gegenteil, ich fange dann immer schon an zu planen, was als nächstes kommt.

Wir sind noch gar nicht fertig, aber ich habe bereits Planungen für den Winter 2016 / 2017.  Nachdem wir Außen so viel gemacht haben, soll dann endlich auch drinnen alles schöner werden. Schöner Wohnen, sozusagen.

Was mich am meisten nervt im Moment, ist zum einen die Nasszelle. Der Thron steht viel zu hoch, die Schläuche sehen, so wie sie jetzt  verlegt sind, grausam aus, und das Waschbecken drückt einem beim sitzen in die Schulter. Des weiteren gefällt mir der Fußboden nicht. Derzeit ist er mit Teppich belegt, das kaschiert einiges, aber Teppich nervt. Wenn er doch mal Nass wird, dann kriegt er Flecken, wenn ich an die Mastbilge möchte, muss ich den Teppich hochheben, Schmutzig wird er ständig durchs rein und rauslaufen. Ich plane derzeit einen Boden aus Teakfurnier, mit entsprechenden Öffnungen an den Bilgesegmenten.

Außerdem möchte ich das ganze Holz innen aufbereiten, und auch den Stauraum besser zugänglich machen. Derzeit muss man die Polster hochheben, um unter den Salonkojen an den Stauraum zu gelangen. Das nervt auch. Ich möchte auf jeder Seite 3 Klappen an den Außenseiten haben, und auch den langen Stauraum in jeweils 3 Segmente unterteilen, damit nicht alles durcheinander fliegt.

Wen es interessiert, hier eine Übersicht, der Dinge, die wir in den letzten Jahren gemacht haben (mit Sicherheit nicht vollständig):

2010 Elektrik vollständig erneuert
2010 Reelingstützen mit VA-Platten verstärkt und neu eingedichtet
2010 Teak im Cockpit aufgearbeitet
2010 Fuge Scheuerleiste erneuert
2010 neuer Motor geliefert
2011 Teppich von der Wand entfernt
2011 Schotten aufgearbeitet
2011 Sämtliche Fallen / Schoten neu
2011 Neue Polster
2011 See-WC erneuert
2011 Neue Trinkwasserschläuche
2011 Neuer Motor eingebaut
2011 Neue Wasserhähne
2011 Echolot erneuert
2012 Alle Wanten erneuert
2012 Waschbecken Nasszelle erneuert
2012 Waschbecken Pantry enrneurt
2012 Genuaschinen neu eingedichtet
2012 Außenwände innen mit AcrüTex beschichtet
2012 Kompressor für Kühlschrank angeschafft
2013 Seerelingsdraht neu
2013 Gasanlage erneuert
2013 Pantry neuer Kcoher / Spüle
2013 Kompressorkühlschrank eingebaut
2013 Pantry totalumbau
2013 Seeventile teilweise getauscht
2013 Windmessanalge neu
2013 Logge neu
2013 Welle Motor erneuert
2013 neue Schraube
2013 Wellenlager neu
2013 Stoppfbuchse neu
2013 Bilgenpume erneuert (Handpumpe)
2013 Gasanalge neu
2014 LED Positionslaternen neu
2014 neue Kajütlampen
2014 Unterwasserschiff abgezogen und neu aufgebaut
2014 Salonboden aufbereitet
2014 Neues Dinghi
2014 Neuer Kajüttisch
2014 Blister erneuert
2014 Seeventil Pantry neu
2015 Steuersäule gestrahlt / Eloxiert und lackiert
2015 Ankerleinenrolle Heck installiert
2015 Neuer Steuerkompass
2015 Traveller neu
2015 neuer Backskistendeckel Heck
2015 elektrische Bilgenpumpe installiert
2015 neues Winterplanengestell (NOA)
2015 Neuer Plotter installiert
2015 Auspuffschläuche neu
2015 Autopilot neu
2015 Treatmaster Decksbelag entfernt
2016 Neues Flexiteekdeck
2016 Neue Fenster
2016 Innenverkleidung um die Fenster erneuert
2016 UKW-Funkgerät erneuert
2016 Generalüberholung Motor
2016 Lukenfenster neu
2016 Spare-Tite Installiert (Mastmanschette)
2016 Tochteranziegen (Wind/Speed) neu
2016 Neue Instrumente Wind / Log / GPS Repeater
2016 Instrumentenkonsole erneuert
2016 Sitz Heck repariert
2016 Batteriemonitore eingebaut
2016 Gebuarutscher neu
2016 Abgastemperatursensor eingebaut
2016 Tankreinigung
2016 Ultraschalltankanzeige neu
2016 Schallschluckmatten Motorraum eingebaut
2016 Ankerlicht auf LED neu

 

Himmelfahrt – diesmal keine Tour

Dieses Jahr konnten wir ja leider über Himmelfahrt nicht los. Sehr schade, da das Wetter einfach perfekt gewesen wäre. Dennoch waren es ein paar sehr produktive und schöne Tage.

Unser Bootsbauer hat in den Tagen vor Himmelfahrt die letzten Fugen am Teakdeck aufgebracht, sieht jetzt richtig Schick aus. Auch unsere Sitzerhöhung an der hinteren Backskiste ist wieder repariert und sitzt sich hervorragend.

Am Donnerstag habe ich zunächst bei unserem Schwesterschiff „Unse“ noch einmal mit angepackt, und beim Maststellen geholfen.

IMG-20160505-WA0003Als erstes habe ich die Auspuffanlage nach Vorgabe meines Motormonteurs umgebaut, so dass in Zukunft hoffentlich keine bösen Überraschungen mehr zu erwarten sind.

Nachdem ich das fertig hatte, hat meine bessere Hälfte den Boden und das Fundament des Motors noch einmal mit Danboline gestrichen. Nun sieht der Motorraum wieder einigermaßen ordentlich aus, und man mag da auch wieder reinfassen, Wiebke möchte aber in den nächsten Tagen noch einen zweiten Anstrich machen.

Anschließend habe ich noch ein bisschen Kleinkram erledigt.  Die Trennwand in der Steuerbordbackskiste stand immer nur lose drinn, und kippte ständig um, also habe ich diese nun auch mal verschraubt, so dass diese nun richtig hält. Die Beschriftung unseres Schaltpanels habe ich auch erneuert, da diese kaum noch zu lesen war. Der Baumniederholer ist montiert, die Sicherungssplinte in den Wantenspannern sind nun auch drin und alles abgetapet.

Am Freitag war dann erst mal shoppen angesagt. Unser Motormonteur hatte bemängelt, das unser Einfüllstzutzen für den Diesel etwas suboptimal ist, da sich dieser im Cockpitboden befindet, sammelt sich darauf Dreck und Wasser. Beim öffnen, würde kaum zu verhindern sein, dass dann Dreck und Wasser in den Tank fällt, was wiederum zu Verunreinigungen führen würde. Ich habe daraufhin einen besorgt, der auch den Rahmen abschließt, so dass eigentlich kein Dreck und Wasser mehr eindringen kann. Dann noch ein paar Schellen, um den Auspuffschlauch richtig zu fixieren, und neue Schrauben für das Sprayhoodgestänge, da die eigentlichen irgendwie abhanden gekommen waren.

Wieder in Mönkeberg habe ich dann unsern Monteur angerufen, die gute Nachricht: Der Motor läuft! Jetzt fehlt noch ein Motorfundamentfuß, da wohl einer beim Ausbau beschädigt wurde, dieser ist bestellt, und sollte diese Woche kommen. Somit kann der Motor am kommenden Freitag endlich eingebaut werden.

Anschließend habe ich den Auspuffschlauch mit den neuen Schellen noch fixiert und den neuen Einfüllstutzen montiert. Danach habe ich erst mal aufgeräumt. Noch mal durchgesaugt und alles, was wir an Bord nicht mehr benötigen von Bord geschafft.

Nun erstmal durchatmen. Kaffee und Kuchen an Bord, das Wetter genießen. Herrlich!

Blöderweise hat Wiebke bemerkt, dass eine Naht an unserer Sprayhood aufgegangen ist. Also noch mal schnell Kontakt zu unserer befreundeten Segelmacherin aufgenommen. Netterweise hat sie uns angeboten, dass wir die Sprayhood Sonntag zu ihr bringen können, dann wäre die Naht zum Wochenende neu gemacht und ich kann diese Donnerstag Abend wieder abholen! DANKE!!!!

Da im Hafen fast nichts mehr los war (alle auf Tour), haben wir den Freitag Abend den Grill angeworfen und noch mal durchgeatmet.

Samstag noch mal sortiert. Das Schiff durchgesehen, die Ankerlaterne angeschlossen, Anker an Bord gebracht, Wassertank gereinigt und befüllt. Bilge gesäubert, Getränke an Bord gebracht. Viel ist heute nicht mehr passiert. Wir genießen einen Hafentag an Bord, und freuen uns aufs segeln.

IMG-20160508-WA0001Der Sonntag war wieder etwas produktiver. Das gesamte Geschirr abgewaschen, Toilette gereinigt, Kühlschrank gereinigt, und noch mal richtig geputzt. Die Polster an Bord gebracht, der Motorraum hat seinen zweiten Anstrich bekommen.

Die Sprayhood abgebaut und weggebracht. es wird. Den Teppich haben wir nicht mehr an Bord gebracht. Wir haben uns entschieden, einen neuen zu verlegen, den ich bereits zu Hause im Keller liegen habe. Im nächsten Winter wird der Teppich komplett rausfliegen, wir werden einen richtigen Holzboden bauen, aber dazu erst in ein paar Monaten mehr. Hafenhandbücher und Lesestoff ist auch an Bord, eigentlich kann es jetzt los gehen. Wenn Freitag alles klappt, werden wir über Pfingsten endlich los kommen.

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Motor – Neuer Stand

Habe gerade mit unserem Monteur gesprochen.

Die fehlenden Ersatzteile sollten diese Woche kommen und dann kann der Probelauf erfolgen. Sollte dieser erfolgreich sein, kann der Motor grundsätzlich rein.

Die Auspuffanlage muss aber umgebaut werden.

Fehler 1: Der Wassersammler steht zu hoch, dieser muss an eine tiefere Stelle gebracht werden. Hierzu bieten sich 2 Möglichkeiten an. Entweder ich bekomme den vorhandenen direkt unter den Auslass des Motors, oder ich muss einen flacheren unter den Dieseltank bekommen. Die Platzverhältnisse sind hier relativ schwierig.

Fehler 2: Der Einfüllstutzen für den Dieseltank ist im Cockpitboden, Hier besteht jedesmal beim Öffnen die Gefahr, dass Wasser und Dreck in den Tank kommt. Dieser muss entweder umgelegt werden, oder irgendwie abgedeckt werden.

Fehler 3: Der Einfüllstutzen hat keinen O-Ring, damit ist dieser nie 100%ig dicht. Dadurch kommt auf jeden Fall Wasser in den Tank.

Fehler 4: Der Schwanenhals ist nicht hoch genug ausgeführt, hier muss ein höherer Punkt gefunden werden, eine Idee habe ich dazu, ob das passt, kann ich noch nicht sagen.

Hier mal ein paar Gedanken dazu:

Problem Motorraum

 

 

 

Bastelwochenende

Das letzte Wochenende war noch mal von einigen Arbeiten geprägt. Als erstes habe ich den gereinigten Dieseltank wieder eingebaut und anschließend den Motorraum mit Schallschutzmatten ausgekleidet. Da es am Samstag die ganze Zeit geregnet hat, habe ich die Kuchenbude aufgebaut, so dass ich trocken arbeiten konnte. Irgendwie sieht der Motorraum jetzt aus wie eine Raumstation, oder wie ein Partykeller der 80er wie Timo fand.

20160430_164617Es ging mir hier nicht primär um den Schallschutz, sondern im wesentlichen darum, den Motorraum sauber zu bekommen. Jetzt fällt allerdings die recht siffige Motorbilge auf. Ich werde über Himmelfahrt wohl die Bilge auch noch mal säubern und mit Damboline anstreichen.

Ein erster Funkcheck am Samstag verlief leider negativ. Ich konnte zwar DP07 empfangen, allerdings etwas verrauscht. Kapitän Dietzel konnte mich leider nicht hören. ;-(

Während ich gebastelt habe, fand in Mönkeberg das Ansegeln statt. Abends habe ich dann die Feierlichkeiten mitgenommen, und schon mal etwas Saisonfeeling geschnuppert.

Am Sonntag habe ich dann erstmal ausgeschlafen. Anschließend wieder zum Schiff und weiter gebastelt. Als erstes habe ich unsere neue Mastmanschette montiert. Ich habe mir Sparetite besorgt. Dieses ist eine art 2 Komponentiges Flüssiggummi.  Als erstes wird hierzu in in den Mastkragen mit einer Art Knetgummi eine Abdichtung geschaffen. Anschließend werden die beiden Komponenten verrührt und in das Mastloch gekippt.  Dann läuft es in alle Ritzen und dichtet den Durchbruch ab. Das ging erstaunlich gut, allerdings hatte ich nicht bedacht, dass das Zeug auch in der Mastnut bis nach unten auf den Mastfuß läuft. Nach dem Durchhärten, ließ sich das aber recht gut entfernen. Ein bisschen was ist auf den Holzboden getropft, das konnte ich aber auch mit einem Spachtel entfernen. Den Rest konnte ich mit dem Multimaster schnell wegschleifen.

Während das Zeugs trocknete, habe ich mich dann wieder dem Funkgerät zugewendet. Nachdem ich den Stecker noch einmal neu gelötet hatte, habe ich mit Timo einen Funkcheck gemacht. Das lief schon mal auf 1W ganz ordentlich. Allerdings funktionierte der DSC-Call nicht. Nach langem hin und her, habe ich das Gerät resetet, danach war auch das DSC-Menü wieder aufrufbar und dann funktionierte auch der DSC-Call problemlos.

Als ich das durch hatte, habe ich noch den Mast vorgetrimmt und schon mal die Segel angeschlagen. Hier hatte ich tatkräftige Unterstützung von Micha, dem Eigner unseres Schwesterschiffes „Unse“.

20160501_191141Somit ist die Pamfilius eigentlich startklar. Bis auf der Motor. Über Himmelfahrt werden wir wohl noch nicht los kommen, aber ich werde das lange Wochenende nutzen, um alle anderen Restarbeiten fertig zu bekommen.

Dauerthema Motor

Der Sole ist wieder zusammengesetzt. Soweit so gut. Er springt aber nicht an!

Die Düsen sind offensichtlich auch hin und müssen neu. Diese wurden nun bestellt, sobald diese da sind, werden die Düsen eingesetzt und dann sollte der Sole wieder laufen.

Im Dieseltank befanden sich wieder jede Menge Bakterien, trotz Grotamar. Wir werden jetzt endgültig auf Biofreien Kraftstoff umsteigen, um ein Verdrecken zu verhindern.

Am Freitag wird sich die Abgasanlage angeschaut, um zukünftig einen Wasserschlag zu vermeiden.

Ich hoffe, dass es langsam ein Ende nimmt und wir endlich los können.

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