Slippen mit Verzögerung

von Sven Carlsen / am 24.04.2017 / in Allgemein
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Samstag sollte es gegen 15.00 Uhr eigentlich ins Wasser gehen. Eigentlich. Schon die ganze Woche hatte ich arge bedenken, ob an diesem Wochenende überhaupt geslippt werden kann. Starke Böen (bis 8 Bft) aus W bis NW sind keine guten Bedingungen für ein Slipwochenende. Auch der Sonntag sollte ähnlich aussehen.

Nahezu stündlich habe ich letzte Woche nack aktuellen Wetteraussichten geschaut, aber es wurde nicht besser.

Freitag Abend habe ich dann mit unserem Takelmeister gesprochen. Der Kran war bereits vor Ort. Am Samstag wird erstmal um 8.00 Uhr gestartet und dann mal sehen, wie es geht.

Also früh aufstehen und um 8:30 Uhr war ich dann am Platz, in der Hoffnung irgendwie abslippen zu können. Die ersten Boote gingen auch zu Wasser. Aber der Wind frischte immer mehr auf. Nach 28 Booten war dann leider schluss. Zuletzt kam ein H-Boot ins Wasser. Mit dem Skipper hätte ich auch nicht tauschen wollen. Mittlerweile hatte sich eine ordentliche Welle vor der Spundwang aufgebaut. Das Boot sprang ordentlich durch die Wellen und der Außenborder hatte seine liebe Not, das kleine H-Boot aus der Leegerwallsituation zu befreien.

Also Abbruch. Die Pamfilius stand immer noch an Land, es hätte gar nicht so viel gefehlt. Letztendlich aber dir richtige Entscheidung. Ich war auch ganz froh, nicht auf einem tanzenden Schiff die neuen Seeventile zu überprüfen zu müssen.

Neue Ansage: Sonntag ab 6.00 Uhr ist ein gutes Zeitfenster. Dann so viel wie geht ins Wasser schubsen. Wieder nicht ausschlafen. 🙁

Ich habe dann die Zeit am Nachmittag genutzt einge kleinere Arbeiten am Schiff zu vollenden. Der Wasseranschluss in der neu gestalteten Nasszelle ist nun auch schon fertig, die Polster sind auch schon an Bord. Aufgrund des neu verlegten Korkboden musste ich noch einige Leisten wieder anbringen und einige der Bodenbretter habe ich noch mal abgeschliffen, so dass sie diese Saison auch noch neu glänzen werden. Auch nicht so verkehrt.

Auch die Halterungen für den Kajüttisch sind schon wieder montiert. Alles kleine Arbeiten, die ich eigentlich erst im Wasser vollenden wollte.

Sonntag ging es dann früh wieder zum Platz. Nach dem Motto „der frühe Vogel…“ waren Wiebke und ich schon um 5:45 Uhr am Platz. Der Kran wurde gerade gestartet. Ein bisschen warten mussten wir aber doch noch. Aber mit Kaffee und Brötchen ging die Zeit bis  7:45 Uhr ganz gut rum, als die Traverse Richtung Pamfilius schwenkte.

Tatsächlich, wir sind dran! Also nichts wie hin zum Schiff und die Gurte anlegen. Dann ging es zuügig. Die Pamfilius wurde kurtfristig wieder zum Flugboot und gitt Richtung Wasser.

Schnell an Bord gehüpft und noch ein kurzer Hinweis an den Kraneinweiser, dass ich erst die Ventile prüfen möchte, bevor die Gurte wieder ganz gelöst werden.

Nachdem die Pamfilius ihr Element unter sich hatte, bin ich unter Deck gehuscht und habe die Ventile angeschaut. Wiebke hat währed dessen dem Motor wieder leben eingehaucht.

Alles Dicht! Nichts tropft und der Motor spukt Kühlwasser. Top! Also alle Gurte ab. Wir sind im Wasser!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Pamfilius im Hafen fest war, habe ich nochmals alle Ventile gechckt. Immer noch alles gut. Also zurück zum Platz und das Winterquartier aufgeräumt. Den letzten Müll, der unter dem Schiff beim Kranen liegen geblieben ist zusammengesammelt und die Partzen und Kielsohle vom Bock abgebaut und alles ins Auto gebracht. Das war der Winterplatz 2016 /2017.

Nun ist quasi Saison! Leider können wir heute den Mast nicht mehr stellen, der Wind nimmt weider zu und Aufgrund der Verzögerungen habe ich auch noch nichts vorbereitet.

Gegen 13.00 Uhr sind tatsächlich alle Schiffe ins Wasser gekommen. Hätte ich nicht gedacht.

Den Mast haben wir aufgrund der Verzögerungen leider nicht mehr stellen können. Aber für Dienstag konnte ich noch einen Termin erhaschen. Nachmittags haben Jan L. (Skipper der Luna) und ich dann unsere Masten schon mal vorbereitet. Der Mast ist nun auch fast fertig zum stellen. Heute noch ein paar Kleinigkeiten und dann geht Dienstag der Mast auch schon hoch.

Alles im allen ein anspannendes, aber letztendlich erfolgreiches Wochenende. Muss nur noch Rassmuss die alte Rübensau ein einsehen mit dem Wetter haben.

 

 

 

 

 

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