Ærø-Rund 2017 auf der Luna

von Sven Carlsen / am 12.06.2017 / in Allgemein
0

YEAH! Was für ein Wochnende. Am Freitag Abend ging es los. Wiebke hat mich nach Schilksee gebracht, wo bereits die „Luna“ auf mich wartete. Skipper Jan und die beiden anderen Crew-Mitglieder Rolf und Olaf waren bereits an Bord.

Also noch kurz Pipi und dann aus der Arbeitsklamotte in die Segelgarderobe gewechselt und dann ging es auch schon raus zur Startlinie.

Um 21.10 ist der Start für unsere Gruppe (7) anberaumt. Wir motoren zunächst raus und setzen dann Groß und Genua und schieben uns um 21.05 Uhr in Richtung Startlinie. Die Anspannung steigt, schaffen wir es zum Startschuss über die Startlinie oder sind wir zu früh..Genua ist wieder weg, nur unter Groß geht es auf die Startlinie zu 10…9…8….7…6…5…4…3…2…1 Schuß! Genua raus, und es geht fast bei 0 über die Startlinie. Viel besser können wir es nicht.

Die Luna schiebt sich los. 6 bis 6,2 Knoten. Die zur Komkurenz erklärte Ballad zieht ihren Spinacker und fährt langsam an uns vorbei.

OK, Spi raus, alles anschlagen und Lupf! Spi steht, Genua ist weg. 6.5 bis 7.2 Knoten zeigt die Logge. Die Ballad kommt wieder näher, sehr schön, so soll es sein!

Bis ca. 23.00 Uhr können wir den Spi halten, dann nimmt der Wind zu. Aus Sicherheitsgründen nehmen wir den Spi weg. In der Dunkelheit übertakelt kommt nich so gut. Also Genua wieder raus. Wir haben kaum Geschwindigkeitsverlust. Immer noch bis 7.5 Knoten speed. Es läuft ganz gut!

Die Nacht ist eingebrochen. Der Vollmond worft aber ein starkes LIcht auf die Kieler Bucht. So liebe ich Offshore-Racing. 🙂

Weiter gehtes zur Wendemarke in Skrams Flak. Auch hier sieht es gut aus. Die Ballads sind nicht zu sehen nur eine HR29 macht uns zu schaffen. Mit einem Yardstick von 111 sollen wir ihr 5 Punkte vergüten und sie fährt in Sichtweite. Wir überlegen, ob wir den Spi wieder raus holen, entscheiden uns letztendlich dagegen. Wohl ein kleiner Fehler. Die HR kommt kurz vor uns, unter Spi, durchs Ziel.

Am Ende haben wir aber das Gefühl, eine gute Leistung abgeliefert zu haben, mal sehen, was die Ergebnisse nachher sagen.

In Marstal mach wir die Luna am Gästesteg fest und kommen zum gemütlichen Teil. Gegen 8.00 Uhr gehe ich erstmal zu Brugsen, da ich meine Kultutasche vergesse habe, brauche ich dringend Zahnpasta und Zahnbürste. Ohne Duschen geht mal, aber ohne Zähneputzen? Ihhh, ne.

Nachdem ich das erledigt habe und wir noch ein paar Brötchen vom Bäcker organisiert haben, geht es erst einmal in die Koje, wird nun Zeit ein wenig zu schlafen.

Gegen Mittag entscheiden wir uns zunächst für ein kleines Amuse-Gueule, ein dänischer HotDog. Sehr lecker. Danach noch ein lecker Eis und dann können wir langsam mal den Grill anfeuern. Zusammen  mit der Crew der „Carlo“, ebenfalls aus Mönkeberg, genießen wir lecker Fleischgemüse und ein bischen Hopfenkaltschorle und den einen oder  anderen kleinen Rum.

Gegen 20.00 Uhr sitzen wir dann in der Turnhalle zur Siegerehrung der Hinrunde. Am Ende sind wir heute 5. von 12 Schiffen in unserer Gruppe. Wir sind zufrieden. Die Ballads haben wir geschlagen, der Abstand nach vorne ist knapp. Hätten wir doch den Spi gesetzt, hätten wir sogar noch 3. und mit viel Glück sogar 2. werden können. Nur die HR29 hat alles geschlagen.

Zufrieden gehen wir zurück an Bord und fallen dann auch bald in die Kojen. Morgen ist um 10.10 Uhr start, und es steht wohl eine Kreuz nach Kiel bevor. Könnte anstrengend werden.

Der Morgen verläuft planmäßig. Nach lecker Frühstück mit Rührei geht es raus auf die Bahn. Auch heute gelingt uns ein guter Start. Der Wind ist schwierig, laut Vorhersage soll er auf der Kieler Bucht sehr wenig werden und die Kreuz ist lang. Aber dank Rolf, den wir nun auch Windfinder nennen, gelingt es uns irgendwie sehr gut, mit vielen kleinen Schlägen Windzonen zu haben und segeln recht ordentlich in Richtung Kieler Förde. Gefühltnehmen wir jeden Windstrich mit. Erstaunlicherweise treffen wir ständig auf  Yachten aus den schnelleren Gruppen. Sie sind vor uns gestartet und eigentlich schneller, und trotzdem überholen wir sie. Unsere Psoition ist schwer abzuschätzen, aber irgendwie haben wir die ganze Zeit das Gefühl, „Läuft bei uns“.

Am Ende schaffen wir es gerade rechtzeitig über die Ziellienie. Hier ist auch der Punkt, wo ich ein wenig Kritik an der Organisation der Regatta üben möchte. Allen war klar, dass die Kreuz lang wird, selbst viele große und schnelle Schiffe haben es gerad so bis zur Ziellinie geschaft. Die sind auch noch früher gestartet als die langsameren. Dazu kommt, dass die Ziellinie so versteckt lag, dass man sie selbtst nach der letzten Wendemarke nicht sehen konnte und man einige Zeit mit suchen verloren hat. Dann musste mach auch dorthin noch kreuzen. Ähnlich war es schon auf der Hingfahrt.  Das zweite Schiff am Ziel hat das Ziel gar nicht gefunden. Über Funk war das Zielschiff nicht zu erreichen. Am Ende haben 10 von 12 Schiffen aus unserer Gruppe das Ziel nicht bis 18.00 Uhr erreicht und vielen damit aus der Wertung.

Trotz etwas gemecker, es war eine tolle Veranstaltung und es hat Spaß gemacht. Am Ende haben wir in unserer Gruppe auf der Rückregatta den 1. Platz gemacht und sind ein wenig Stolz.

Nun freuen wir uns auf das Grünkohlessen im SVK.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.