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von Sven Carlsen / am 09.09.2013 / in
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Am letzten Wochenende ging es zur Musto Yacht Modern Classics powered by Dehler (was für ein bekloppter Name). Freitag ging es zunächst mit Christoph und Julika nach einem Frühstück in Mönkerberg los in Richtung Kappeln. Strahlender Sonnenschein aber auch ein ordentlicher Wind um die 10m/s aus Ost bescherten uns einen schönen Ritt unter Groß und Fock zur Schlei. Die Pamfilius lief im Schnitt mit 6 Knoten durchs Wasser und 5,6 Knoten über Grund durch die Eckernförder Bucht und die Kieler Bucht.

An der Ansteuerung Schlei nahmen wir die Fock weg und es ging nur noch unter Groß mit 5 Knoten durch die Schlei bis nach Kappeln. Dort angekommen fanden wir im reservierten Becken für die Teilnehmer einen Platz als 3. Schiff im Päckchen. Nach und nach kamen immer mehr Teilnehmer mit Ihren Modern Classics an und der Hafen füllte sich zunehmend.

Ich ging erstmal ins Vereinsheim um mich und Wiebke zu akkreditieren.  Ich erhielt ein Polo-Shirt von Musto, eine Tashce von Musto, 2  Thermobecher, eine Ausgabe der Yacht sowie Politur, 2 Komponenten Reparatursticks, Reparaturpaste.einen Reiniger und für Wiebke und Mich eine wichtige Karte zum um den Hals hängen als Begrüßungsgeschenk, sowie die Datenkarte unsere Pamfilius, die am Schiff fest gemacht werden sollte, damit jeder lesen kann, um was für ein Schiff es sich bei der Pamfilius handelt.

Als ich meine Beute aufs Shiff gebracht hatte, musste Julika unbedingt mit der Datenkarte spielen, so dass diese auch gleich in der Schlei landete und sofort auf Tiefe ging. Trotz Nachfrage habe ich keinen Ersatz erhalten.  ;-(

Egal, Wiebke kam dann aus Hamburg mit dem Auto auch in Kappeln an und wir machten mit Christoph und Julika errstmal einen Spatiergang nach Kappeln um noch etwas Bargeld zu besorgen und ein bisschen Beine zu vertreten.  Zurück am Hafen verabschiedeten wir dann die beiden, da diese mit unserem Auto zutück nach Mönkeberg fuhren. Somit war die Stammbesatzung der Pamfilius komplett.

In Kappeln gab es dann Gulaschsuppe satt und Freibier für die Teilnehmer. Nachdem wir uns satt gegessen hatten und den einen oder anderen Klönschnack gehalten hatten, sind wir dann gegen Mitternacht in die Koje gegangen.

Am Samstag gab es zunächst Frühstück und anschließend wurde die Geschwarderfahrt in Richtung Maasholm besprochen.  Im Anschluss der Geschwarderfahrt sollten dann Übungen gemacht werden, die wir aber ausließen, da Wiebke nach einer sehr anstrengenden Woche sich ein bisschen erholen sollte. So fuhren wir nach der Geschwarderfahrt direkt nach Maashom.

Dort waren Plätze im Fischereihafen reserviert und wir konnten direkt an der Kaimauer quer anlegen. Etwas später kamen dann die Leute von der Jury um unsere Pamfilius anzuschauen. Ein Mensch von der Yacht und ein älterer Mann schlichen nun auf der Pamfilius rum und stellten einige Fragen und machten Notitzen und verschwanden irgendwann wieder vom Schiff.

Nun schauten wir uns andere Schiffe an und klönten mit Micha von der „Unse“ der mit dem Auto angereist war und einigen anderen Leuten, u.A. auch von Yachtcare bzgl. unseres Decksbelages und holten uns Kuchen und Kaffee.

Bei der Siegerehrung stand dann der ältere Mann mit auf der Bühne und wurde von dem Moderator begrüßt mit „ Willkomen, Herr Wilfried Erdmann!“ Ups…. Den habe ich gar nicht erkannt. War er jetzt enttäuscht, dass wir ihn nicht erkannt haben? Ich hatte schon gedacht, dass der Mann mir bekannt vor kam, hatte mich aber nicht getraut zu fragen. Nun ja, zumindestens können wir jetzt sagen, dass Herr Erdmann die Pamfilius schon mal besucht hat. 😉

Vielleicht haben wir auch deswegen nichts gewonnen? Hätte ich ihm seine Bücher in unserem Bücherregal zeigen sollen?

Aber was solls, dabei sein ist alles und so haben wir in der Nacht noch mit Livemusik Würstchen und Bier gefeiert.

Sonntag ging es dann nach dem Frühstück zurück nach Mönkeberg. Ein Strammer Ostwind zunächst aus SE mit 14 m/s und ab Sperrgebiet vor Damp mit bis zu 22 m/s !!!! und einer hohen Welle ging es unter doppelt gerefften Groß und Fock auf die Kreuz bis Bülk. Dort ließ der Wind dann deutlich nach (so um die 10 m/s) und wir entschieden uns den Rest der Srecke unter Motor bis Mönkeberg zu absolvieren. Da die Welle auch erträglich wurde, konnten wir die Pamfilius auch schon aufklaren um abends nicht zu spät nach Hamburg zurück zu fahren.

Da unser Auspuffschlauch eine kleine Leckage hat, macht die Pamfilius unter Motor derzeit etwas Wasser und ich dachte mir, ich schaue höhe Friedrichsort noch einmal in die Bilge um diese trocken zu legen. Die Bilge war erwartungsgemäß mit ca. 10 Liter Wasser gefüllt. Aber das Wasser war nicht wie sonst klar, sondern milchig weiß! Wie kann das sein, wo kommt das her?!

Also schaute ich zunächst in sämtliche Staufächer, nicht das irgendwo eine Milchtüte geplatzt ist, war aber alles OK. Also weiter suchen.

Ich schaute dann wieder in die hintere Backskiste, wo der Auspuffschlauch ja bekanntermaßen das Wasser zunächst reinpisst. Und was musste ich feststellen? Ich hatte vergessen die Klappkiste mit unseren Politurmitteln raus zu nehmen, nun liefe das Kühlwasser zunächst in die Stapelbox, die am Boden mit Politurresten verunreinigt ist, Das Wasser sammelte sich am Boden und wusch die weiße Politur vom Boden und lief dann erst in die Bilge. PUH! Kein neues Problem. Sobald ich den Auspuffschlauch getauscht habe, sollte da dann tatsächlich ruhe sein.

Gegen 17.00 Uhr machten wir dann in Mönkeberg wieder fest, räumten die wichtigsten Sachen von Bord und fuhren nach Hause.

Ein abwechslungsreiches, aufregendes und schönes Wochenende geht damit zu Ende.

Auch wenn wir keinen Preis gewonnen haben, war es eine schöne Veranstaltung. Ob wir nächstes Jahr wieder hin fahren? Können wir noch nicht sagen, mal sehen

von Sven Carlsen / am 04.09.2013 / in
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