Die Sache mit dem Wind

von Sven Carlsen am 24.05.2016 / in Allgemein
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Manchmal bin ich ja etwas hinterher…Jahrelang bin ich mit der Beaufortskala immer ganz gut zurechtgekommen. Bis etwa 5 Bft hat es Spass gemacht, ab 6 wurde es ungemütlich und alles darüber habe ich immer versucht zu vermeiden, leider nicht immer geklappt.

Dann kam der Trend auf, dass es zu ungenau wäre. Was ja auch prinzipiell stimmt. Alle um mich herum sprachen nur noch von Meter pro Sekunde. Lange habe ich mich dagegen gewehrt. Ich konnte mir das auch alles nicht merken, und habe immer eine Umrechnungsskala im Schiff gehabt, um zu sehen, ob nun 15 m/s noch toll sind, oder ob das doch schon viel ist. Reffen oder nicht usw.

Vor einiger Zeit habe ich mich dann doch umgewöhnt. Windanzeige an Bord zeigt seit einigen Jahren m/s an, und ich komme damit wieder ganz gut zurecht. 10 m/s ist super und macht Spass darüber wird es sportlich 13 m/s und mehr ist schon wieder zu vermeiden. Klappt aber auch nicht immer, ist eigentlich wie bei 7 Bft.

Neuerdings ist aber jetzt wohl Knoten angesagt. Klingt ja auch Seemännischer. Muss ich jetzt wieder umlernen? Das letzte Jahr konnte ich mich noch an meine fast schon traditionellen m/s festkrallen. Aber irgendwie bin ich gefühlt der Einzige, der noch in m/s redet. Meine Wetterapp von Wetterwelt zeigt auch nur noch Kts. an. Es düngt mir, dass ich nun wieder flexibel werden muss, und mich an Kts. gewöhnen muss. Allerdings werden bei der Wetterapp auch Bft. angezeigt, also back to the roots? Es könnte alles so einfach sein. Was mach ich bloß?

3 Kommentare

  • GER-42 says:

    Ahoi!
    Mit Bft. können doch fast alle etwas anfangen. Wenn es sich noch „wichtiger“ anhören soll nutze ich Knt. Aber solange ich Windfinder als Vorhersage nutze geht´s noch einfacher: Blau macht glücklich, Grün ist sportlich, Alles andere Flucht in den Hafen, oder besser gar nicht erst ablegen!

  • Peter Rochel says:

    Alles Unfug… auf dem Wasser zählt nur Beaufort, da hier als Referenz der/ die Auswirkungen der Windkraft gelten. D.h. Salzgehalt und Feuchtigkeit der Luft tragen zur Kraft des Windes bei und nicht allein seine Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ist aber das einzige was m/s oder Kts beschreiben… bei. Bsp.: Bei knochentrockener Luft und 20 Knoten Wind auf einem Bergsee in 1500m Höhe kannst du ggf. noch ungerefft fahren, während das bei guten 5 in den Tropen kaum noch möglich ist…

    Also Beaufort ist schon ok 😉

  • Thomas says:

    Ist aber eigentlich halb so wild, weil wenn du m/s mal 2 rechnest hast du schon die entsprechenden Knoten Wind. Bzw. Knoten durch 2 gibt den Wind in m/s. Wieviel das das dann jeweils in Beaufort ist muss ich aber auch ab und zu nachschlagen…

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