ÆRØ-RUND 2016

von Sven Carlsen am 14.06.2016 / in Allgemein
0

 

20160610_190008

Mit, für unsere Verhältnisse, viel Ehrgeiz sind wir zur ÆRØ-RUND Regatta gestartet. Am Freitag morgenhabe ich noch schnell einen Ölwechsel am Motor durchgeführt und eine neue Batterie eingebaut. Somit waren wir startklar.

IMG-20160612-WA0013

Die Luna….

20160610_184951

Die Teams in Schilksee

Gegen 16.00 Uhr fuhr die Pamfilius mit Ihrer dreier Crew (Ole, Björn und ich ) raus nach Schilksee zur Steuermannsbesprechung. Kurz nach uns lief auch unser direkter Konkurent, die Luna mit aus.

Zugegeben, viel leer geräumt habe ich vorher nicht, aber ich war gespannt, wie wir uns auf der Bahn schlagen würden. In Schilksee fanden wir eine freie Box, und auch die Luna legte direkt neben uns an.

Als erstes ging es zur Anmeldung. Nebend einer Tasche erhielten wir unser Erinnerungsglas und eine Flasche ÆRØ-RUND Rum. Sehr schön.

20160610_173113

Ja wo sind wir denn?

20160610_173308

Check in

20160610_173632

Rum!

 

20160610_183434

Steuermannsbesprechung

Anschließend lauschten wir der Steuermannsbesprechung und gingen zurück zur Pamfilius. Wir wechselten das Vorsegel von Fock auf Genua. Meine Proficrew hatte allerdings den Schäkel vom Schothorn nicht richtig verschlossen. Als Ole das Fall richtig durchsetzen wollte, öffnete sich der Schäkel und die Genua kam wieder runter. Leider kam der Fallwagen nicht runter. So musste ich noch einmal in den Mast um das Fall samt Fallwagen wieder herunter zu holen.

Timo von der Di Lemmer kam auch auf eine kurze Kontrolle vorbei um sich die Profiteams aus der Nähe anzuschauen. Ein schönes Video gibt es auf seiner Seite, www.dilemmer.blogspot.com.

Nachdem alles fertig war, liefen wir aus, und schafften es locker rechtzeitig zur Startlinie. Ich war schweißgebadet, Ole dirigierte mich bis nach vorne, zwischen den ganzen Yachten fühlte ich mich am Ruder doch ziemlich unwohl. Aber der Start lief super, kurz nach dem Schuss gingen wir über die Startlinie, zwar kein Nullstart aber trotzdem ziemlich gut.

Leider stand eine ziemliche Welle an der Startlinie und die Pamfilius kam nicht richtig in Schwung. Immer wenn ich mal Fahrt aufgenommen hatte, wurden wir in Luv überholt, der Wind war weg und wir standen wieder. Echt frustrierend. So zog das Feld an uns vorbei, und als wir bis fast ganz hinten durchgereicht wurden, hatten wir endlich keine Windabdeckungen mehr und fuhren auch los. Eine Stunde hatten wir auf das Feld verloren.

Nun lief es aber. Wir konnten mit der Aufholjagd beginnen. So hatte ich zumindestens gedacht. Wir hatten ein großes Feld an weißen lichtern vor uns. Welches sich immer weiter entfernte. Aber die Stimmung war trotzdem gut, und das Wetter war herrlich. So ging es dann Richtung ÆRØ. Um 2.00 Uhr nachts hörten wir schon die ersten Funksprüche von Schiffen, die bereits die Ziellinie suchten…OK, wir waren noch nicht mal am Leuchtfeuer von ÆRØ vorbei.

Kurz vor der ersten Wendetonne bei Skrams Flak, kämpften wir mit einem Teilnehmer um die bessere Rundung und gewannen! Nachdem auch die Lurifaks um die Tonne war, holte das Kontrollboot der Regattaleitung seinen Anker auf und fuhr los. Es ging also nur noch darum, letztes gewertetes Schiff zu werden, oder nicht. Wir entschieden uns dafür, nicht letzter zu werden, sonst hätten wir auch die Segel fieren können und sie vorbeiziehen lassen. Das ging gegen die Ehre.

So gingen wir als vorletztes Schiff über die Ziellinie. Schon merkwürdig. Fakt ist, die Genua ist fertig. Ich brauche dringend eine neue.

Also erstmal einen Kaffee kochen und ins Fahrwasser von Marstal gehen. Unter segeln ging es aber trotzig bis in den Hafen von Marstal. Eine freie Box fanden wir auch. Der Rest der Teilnehmer hatte schonordentlich gefeiert und war eher auf dem Weg in die Kojen.

Wir holten Brötchen und Frühstückten erstmal ausgiebig. Danach ging es auch für uns in die Kojen. Gegen 16.00 standen wir wieder auf und holten uns einen HotDog um danach zum Buffet zugehen.

Wie soll ich sagen, dass Buffet war eher eine Enttäuschung, nächstes mal Grillen wir lieber. Nichts desto trotz, die anschließende Siegerehrung füllte die Marstal-Hallen. Wir wurden nicht erwähnt. Also weder unter den 1. Vier, noch insgesamt letzter. Immerhin.

Nach der Siegerehrung waren aber auch alle Müde und es ging bald wieder in die Kojen.

Am Sonntag wollten wir etwas besser abschneiden. Das erste was wir änderten, wir kuppelten die Welle aus. Der 3 Flügelige Propeller bremst unglaublich. Wir testeten ein wenig vor dem Start, beim Einkuppeln verlieren wir 1,5 Knoten! auf Halbwindkurs.

Das ist schon mächtig. Der Start lief wieder recht ordentlich, nach der Übung beim Start in Kiel, war ich auch etwas gelassener. Auch wurden wir nun nicht so schnell durchgereicht und konnten recht lange im Feld bleiben. Trotzdem, wir liefen im Schnitt mit 6,5 Knoten, währen die Luna meistens eine 7 vor dem Komma hatte. Hier machen sich neben dem Propeller die alten Segel deutlich bemerkbar.

Trotzdem hat es ordenlich Spass gemacht und in der Endwertung sind wir in unserer Gruppe vorletzter geworden, oder auch 10. von 11! Die Differenzen sind auch nicht so fatal ausgefallen wie auf der Hinfahrt. Aber die rödelnde Welle nervt. 😉

Letztendlich würde ich wieder mit fahren, ich mache mir aber nun ernsthaft Gedanken über einen Faltpropeller und neue Segel.

Die Ergebnisse könnt ihr hier sehen: http://aeroe-rund.de/

IMG-20160612-WA0006

Doch recht frisch

20160610_225618

Kein C.D. Friedrich, aber fast so schön

20160611_185722

Die Preise, die wir nicht bekommen haben

20160612_175103

Immerhin ein Glas für den Rum

IMG-20160612-WA0009

Sonnenuntergang

IMG-20160612-WA0011

Noch können wir das Feld sehen!

IMG-20160612-WA0012

Alle vor uns

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.