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von Sven Carlsen / am 22.05.2017 / in
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Das letzte Wochenende war, wie soll ich sagen, vielfältig. Von allem was. Aber der Reihe nach.

Der Freitag fing eigentlich eher blöd an. Streß im Jon sorgte dafür, dass ich sehr knapp erst mehr oder weniger Feierabend machen konnte. Wiebke hatte sich in Hamburg rechtzeitig aus dem Büro schleichen können, so dass sie im Zug Richtung Kiel saß, während ich noch am Telefon hing. Da ich sie vom Bahnhof abholen wollte, musste ich mich nun wirklich sputen.

Also schnell alles ins Auto werfen und ab nach Mönkeberg. Schließlich wollte ich Wiebke nicht mit dem Auto, sondern gleich mit der Pamfilius in der Hörn abholen, damit wir so schnell wie möglich los kommen.

Meine Schwiegermutter hatte geladen, 75. Geburtstag, Restaurant in Maashom gebucht und Liegeplätze für die Familienflotte reserviert. Aber erst Samstag, also so gesehen noch Zeit, aber wir wollen eigentlich heute (Freitag) schon mal nach Damp, um einen kurzen Anreiseweg zu haben.

In Mönkeberg angekommen, zieht sich das gerade ganz schön zu. Nein nicht Wolken, sondern so grauer Schleier, Dunst würde ich dazu sagen. Oder doch Nebel? Naja, erstmal das Schiff fertig machen und dann weiter sehen.

Erst mal Parken und Auto leer machen. Dazu hole ich mir eine Hafenkarre und lade alles aus dem Auto auf die Karre und gehe zur Pamfilius. Die Zeit ist mittlerweile mehr als knapp. Aber was ist das? Wer hat die Kuchenbude aufgebaut?! Verdammt! Unser Zeltbauer hat die neue Kuchenbude geliefert und aufgebaut. Eigentlich total toll! Und eigentlich freue ich mich riesig. Aber nun muss ich noch eine neue Kuchenbude abbauen und zusammenlegen.

Zum Glück geht das dann doch relativ schnell. Nebenbei prüfe ich noch einmal unseren Tritt auf dem Bugkorb. Auch der war gebrochen und ich hatte einen VA-Spezialisten gebeten, sich das mal anzusehen. Auch der war offensichtlich an Bord und hat den ganzen Tritt neu gechweißt und vernünftig unterfüttert. Schaue ich mir auch später an. Ich muss dringend sehen, wie ich Wiebke vom Bahnhof bekomme.

Schnell noch die Karre weg bringen und dann sehen, wie es weiter geht.

Da ich ja nur in die Hörn muss, um Wiebke einzusammeln entscheide ich mich dafür, auszulaufen und dann weiter zu sehen. Alles läuft gut, ich komme gut aus der Box raus und fahre unter Motor in die Hörn. Kurzer Schnack mit der Seven Eleven über Funk und der Di Lemmer. Dann langsam an „Mein Schiff 3“ und „Mein Schiff 6“ vorbei und noch an der Stena längshangeln. Wiebke ist mittlerweile auch schon am Dampferanleger Hörnbrücke.

Wiebke steigt nun zu und der Nebel lichtet sich wieder etwas. Wir wollen gerade besprechen, was wir heute noch machen, da hält ein orangenes RIB auf uns zu. Bei näherer Betrachtung sind dort 2 Personen an Bord, die so etwas wie eine Uniform tragen. Als sie noch näher kommen, erennen wir diese Polizei Schilderchen am Heck. Die wollen uns tatsächlich kontrollieren. Das habe ich in den letzten 35 Jahren noch nie erlebt.

„Bitte Geschwindigkeit beibehalten“….Haben wir was falsch gemacht? Unweigerlich hat man doch ein komisches Gefühl. „Schönen guten Tag! Wir führen eine allgemeine Kontrolle durch“ „Einmal den Sportbootführerschein, Funkzeugnis hätten wir gerne mal gesehen“…Kein Problem denke ich, dann gehe ich mal runter, müssen ja irgendwo in der Navi liegen, Wiebke übernimmt das Ruder. „Ich schaue mal“. Ich wühle die Navi durch, als erstes finde ich die Frequenzzuteilungsurkunde. Ich gebe diese schon mal an Wiebke um Zeit zu gewinnen….Wiebke meint dann „Findest Du die nicht? Meine sind sonst in meiner Tasche“ Die Polizeibeamtin meint darauf nur „Mir egal welche, einer reicht mir“. Also suche ich Wiebkes Papier raus, die zum Glück sofort zu fnden sind. Wiebke gibt die Papiere an die beiden Uniformierten. „Hat das einen Grund, dass Sie uns kontrollieren?“  – „Ja, es war kein anderes Boot hier, was wir kontrollieren könnten“…OK, also nix falsch gemacht. Am Ende möchte ich ausdrücklich betonen, dass die beiden wirklich freundlich waren, zwischendurch noch ein bischen Klönschnack und hat auch nicht wirklich weh getan. Letztendlich machen auch die nur ihren Job und ich muss dringend meine Papiere suchen. Letztendlich legen sie wieder ab und fahren ihres Weges.

Nun können wir uns den wichtigen Dingen zuwenden. Damp oder Strande steht nun im Raum. Zunächst mal Richtung Strande, da wir nicht genau wissen, wie sich das Wetter entwickelt, es ist immer noch Diesig und kaum Wind. Damp wäre vorraussichtlich nur unter Motor zu erreichen.

Hinter Friedrichsort fängt es dann auch noch an zu regnen und morgen soll das Wetter besser sein. Auch ist es schon recht später Nachmittag, eher schon früher Abend. Wir entscheiden uns letztendlich für Strande. Auch die „James Caird“ von Schwägerin und Schwager laufen nach Strande. Also verabreden wir uns zum gemeinsamen Essen im Alexys.

So klingt der Abend nett aus, morgen soll es dann nach Maasholm gehen, damit wir den Geburtstag von Schwiegermutter feiern können.

Samstag. Es geht raus aus Strande. Der Wind bläst um die 6 m/s on Böen bis 12 m/s. Es ist trocken. Eigentlich scheint sogar die Sonne. Kurz nach dem Auslaufen setzen wir Groß und Genua und laufen mit 5-6 Knoten über Grund bei bester Laune in Richtung Schlei. Es ist einfach schönes segeln. Bis zur Schleieinfahrt bleiben die Segel oben. Kurz vor dem Fahrwasser zur Schlei bergen wir die Segel und machen den Motor an, klaren das Schiff auf und machen es anlegefertig. Kurz nach der Schleieinfahrt geht Wiebke unter Deck uns spielt sich an Ihrer Trompete warm. Standesgemäß muss sie beim Einlaufen in Maasholm ja auf dem Vordeck stehen und Happy Birthday spielen. Die anderen Schiffe der Familienflotte sind bereits da. Sprich „Johanne“, „Liekepiek“, „Up To Orbit“ und „James Caird“. Die „Pamfilius“ läuft nun mit uns ein und alle sind nach Wiebkes Ständchen wieder wach.

 

 

 

 

 

Nach Spaziergängen, einem Kaffee und einem Eis geht es duschen. Anschließend feiern wir die ganze Nacht den 75. meiner Schwiegermutter und am Sonntag gleich noch den Geburtstag meiner Schwägerin (James Caird Crew).

Leider müssen wir wieder zurück nach Hamburg, der Rest der Bande hat Urlaub und fährt weiter nach Hörup. Da unsere Nichte auch zurück nach Hamburg muss, steigt sie von der „Up To Orbit“ auf die „Pamfilius“ um.

Wir laufen aus Maasholm aus, setzten die Genua und es geht nur unter Genua aus der Schlei raus und weiter Richtung Bülk. In der Schleieinfahrt kommt uns noch die „Lillebror“ aus Mönkeberg entgegen.

Alles läuft wieder wie am Schnürchen. Sonne, guter Wind, beste Stimmung. In der Eckernförder Bucht, plötzlich ein merkwürdiges Geräusch! Was war das? und wieder, ein schnaubendes Geräusch. Huch! Tümmler am Schiff! „da noch einer, da wieder, guck mal im Kielwasser“ Schau mal unter dem Schiff. Jede Menge Ostseewaale schwimmen um die Pamfi uns springen im Kielwasser auf und ab, tauchen unter der Pamfilius durch. Gute 10 Minuten geht das so. Trotzdem sind sie schwer vor die Kamera zu bekommen. Aber absolut toll, und wieder ein Grund mehr, warum es sich lohnt, so viel am Schiff zu schrauben.

 

 

 

 

 

 

 

Bis kurz hinter der Strander Bucht laufen wir weiter unter Genua um dann doch das Segel zu bergen. Die letzten paar Meilen machen wir unter Motor und klaren schon mal alles auf.

Kurz vor Mönkeberg treffen wir noch auf die „Pelle“ von Markus. Eigentlich haben wir keine Lust nach Hause. Aber was muss, das muss.

In Mönkeberg fest, kommt noch kurz Besuch von der „Unse“ Crew an Bord. und wir schnacken noch ein bischen über dieses erlebnisreiche Wochenende. Danach geht es wieder nach Hamburg. Wir freuen uns aber nun schon auf die kurze Woche und den nächsten Schlag.

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